NZZ FormatGraffiti: von der Mauer ins Museum

Graffiti: von der Mauer ins Museum

Staffel 2019 – Folge 13
Graffiti polarisieren: was für die einen Vandalismus ist, sehen die anderen als neue Kunstform, mit der sogar richtig Geld verdient wird. Ende der 1960er Jahre begannen Jugendliche New Yorks Hauswände und U-Bahnen flächendeckend mit ihren «Tags» zu überziehen, heute sind die Wandmalereien ein gutes Geschäft. Berühmtestes Beispiel ist das bis heute unerkannte Sprayer-Phantom Banksy. Seine Bilder erzielen Höchstpreise und ziehen die mediale Aufmerksamkeit auf sich, wie zuletzt das «Girl with Balloon», das sich öffentlichkeitswirksam nach seiner Versteigerung selbst schredderte. Mittlerweile hängt das Werk in einem Museum. Ob Graffiti oder Street Art, gesprayte Namen oder aufwändige Wandbilder sind in den meisten Städten längst Teil des urbanen Lebensgefühls. Immer mehr Metropolen stellen den Sprayern daher auch legale Flächen zur Verfügung. Denn ein Kampf gegen die Sprayereien erwies sich vielfach als Kampf gegen Windmühlen. Eine Erfahrung die auch Reykjavik gemacht hat, die zur ersten „graffitifreien“ Stadt werden wollte und damit grandios gescheitert ist. Ein NZZ Format über Vandalismus, Kunst und eine Subkultur auf dem Weg zum Mainstream.
Erstausstrahlung:
    #Dokumentation
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